15 Spartipps für Studenten, die ihr garantiert noch nie gehört habt

[Werbung, da Gastbeitrag mit Werbelink]

Die Studienzeit ist eine Zeit voller Parties, neuer Erlebnisse und viel Freizeit. Schade nur, dass man genau in dieser Zeit meist besonders wenig Geld zur Verfügung hat. Damit ihr für euer zweites Bier am Samstag nicht unter der Woche hungern müsst, haben wir hier 15 ausgefallene Spartipps für Studenten, die ihr bestimmt noch nicht kanntet.

Ein Gastbeitrag von Nina Steinberger 

1. Helfen und helfen lassen

Wie war das mit dem geteilten Leid, das zu halbem Leid wird?! So ähnlich ist das auch, wenn man Arbeit gemeinsam verrichtet. Wer schon einmal eine Wohnung selbst gestrichen hat, weiß nämlich, dass die Hilfe anderer Leute Gold wert ist. Lasst euch also helfen und bietet eure Hilfe auch aktiv anderen an. Durch gemeinsame Aktivitäten spart man Zeit und Geld und lernt seine Mitmenschen außerdem besser kennen. Es gibt wirklich viele hilfsbereite und nette Menschen in Deutschland, die euch für eine Hilfeleistung eurerseits oder auch kostenlos gerne helfen. Ihr braucht nur zu fragen. Auch so etwas wie Nachbarschaftshilfe gibt es mittlerweile. Vielleicht hilft euch ja euer Nachbar die neuen Lampen zu montieren, dafür passt ihr während seines nächsten Urlaubs auf seinen Schäferhund Rudi auf.

2. Kocht nur noch große Portionen

Kocht von eurem Gericht einfach größere Portionen und esst diese mehrere Tage hintereinander oder friert das fertige Essen portioniert ein und ihr habt länger etwas davon. Dieses Vorgehen spart Abwasch, Arbeit, Energiekosten für die Zubereitung und bares Geld, denn die meisten Lebensmittel sind wesentlich günstiger, wenn man sie in großen Mengen kauft. Ich kannte mal einen Typen, der auf einen Schlag 12 kg Chili gekocht und dann fünf Wochen lang nur dieses eine Gericht gegessen hat. Kostentechnisch genial, gesundheitlich eher fragwürdig. Achtet deshalb darauf, dass eure vorgekochten Mahlzeiten viel Gemüse und Eiweiß enthalten, damit ihr auch genügend Nährstoffe zu euch nehmt.

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von besagtem Freund 😉 “Chili con Carne” von: Privat

3. Tauschen, tauschen, tauschen

Ihr kennt die Geschichte vom Mann, der mit einer Büroklammer gestartet und so lange getauscht hat, bis er ein Haus hatte? Wir auch. Ganz so ehrgeizig müsst ihr es natürlich nicht betreiben, aber die Tauschmöglichkeiten sind dank Internet heute wirklich fast grenzenlos. Es gibt viele Online-Plattformen, in denen Leute aus eurer Umgebung ihre nicht mehr benötigten Dinge eintauschen oder gar herschenken. Küchengeräte, Möbel, Umzugskartons, Bücher oder Kleidung – einfach alles.
Noch etwas: Bei sogenannten Kleidertausch-Parties mustern junge Männer oder Frauen ihre Kleiderschränke aus und treffen sich, um ihre alten Sachen miteinander zu tauschen. So bekommt die Lederjacke, die euch Opa vermacht, die ihr aber nie getragen habt, einen neuen Besitzer, der sie hoffentlich mehr zu schätzen weiß. Ihr könnt euch im Gegenzug neue alte Sportklamotten, ein Kleid oder eine Tasche mitnehmen. Oder auch fünf. Und das völlig kostenlos! Was übrig bleibt wird gespendet, um zusätzliche Karmapunkte zu sammeln.

4. Wascht euch die Haare seltener

Ja, dieser Tipp ist ernst gemeint. Viele von uns waschen ihre Haare mittlerweile täglich. Das ist nicht gesund und gerade bei langen Haaren geht dadurch eine Menge an teuren Shampoos drauf (vorausgesetzt, ihr stellt euer Shampoo nicht selbst her, wie in Tipp 8 beschrieben). Aber nicht nur das: Weil zu häufiges Waschen die Haare trocken macht, braucht man zusätzlich auch Conditioner und diverse Pflegeöle, damit das edle Haupt nicht wie ein Ballen Stroh aussieht. Gleichzeitig gewöhnen sich die Haare an das viele shampoonieren und werden schneller fettig. Ein Teufelskreis. Auch wenn es einiges an Überwindung kostet: Gewöhnt euch das häufige Haarewaschen ab. Ja, ihr seht dann in der Übergangsphase etwas ungepflegt aus, aber nach cirka zwei Wochen hat sich eure Kopfhaut wieder an einen natürlicheren Rhythmus gewöhnt und produziert weniger Talg. Ihr müsst eure Haare dann nur noch ein bis zwei Mal pro Woche waschen, sie sehen gesünder aus und ihr spart bares Geld.

5. Geht früh ins Bett

Kein Scherz. Wenn ihr früh ins Bett geht, seid ihr nicht nur am nächsten Morgen fitter und könnt euren Tag voller Energie beginnen, ihr spart auch Kosten für Licht, TV und andere Elektrogeräte, die vorwiegend abends zum Einsatz kommen. Diese Kosten sind uns oft gar nicht wirklich bewusst, doch der weltweite Stromverbrauch schießt abends in die Höhe wie die Microsoft-Aktie in den 90er Jahren. Plus: Wer immer brav früh schlafen geht, kommt auch nicht in Versuchung, zu oft auszugehen und dadurch wiederum mehr Geld auszugeben.

Bild: Unsplash.com, Jordan Whitt @jwwhitt

6. Hört auf, euch ständig selbst zu belohnen

„Treat yourself. You deserved it.“ Bullshit. Vieles von dem, was wir tagtäglich konsumieren, brauchen wir gar nicht. Die Werbung weiß das, deswegen haben kreative Köpfe neue Wege geschaffen, um euch zum Kauf zu bewegen. Sich selbst zu belohnen zum Beispiel. Mit einem Frappucchino dafür, die Woche schon halb hinter sich zu haben oder mit einem Schoko-Brownie, weil wir heute schon im Fitness Center waren. Dass das logisch gesehen gar keinen Sinn macht, wisst ihr wahrscheinlich so gut wie ich, doch wir Homo Sapiens belohnen uns einfach so gerne selbst. Weil wir eben so programmiert sind. Wenn ihr eurem Konsum mal etwas kritischer gegenübersteht und aufhört, euch ständig (unverdient) selbst zu belohnen, könnt ihr einerseits Geld sparen und andererseits werdet ihr es wieder mehr schätzen, wenn ihr euch mal wirklich für eine herausragende Leistung belohnt.

7. Duscht maximal 10 Minuten

Okay versprochen, das war’s dann mit hygienisch fragwürdigen Ratschlägen. Aber bedenkt einmal diese Rechnung – wenn ihr täglich duscht und eure Duschzeit auf maximal zehn Minuten reduziert, spart ihr dadurch sehr viel Wasser und Kosten für Warmwasser. Ihr sollt euch natürlich nicht stressen und nur noch halb waschen, aber eben nicht stundenlang gedankenlos im warmen Nass stehen. Normalerweise sollten zehn Minuten auch vollkommen ausreichend sein, um eure Hygiene-Gewohnheiten zu erfüllen und falls nicht, könnt ihr ja eine für euch akzeptable (möglichst kurze) Dusch-Dauer finden.

8. Werdet zum Selbstversorger

Ihr habt ja keine Ahnung, was sich mit ein bisschen Recherche alles selbst herstellen lässt! Putzmittel aus Natron, Shampoo aus Roggenmehl und Essig aus altem Wein sind dabei nur der Anfang. Diese Dinge sind einfach gemacht, günstig, umweltfreundlich und wirken oft besser als industriell gefertigte Produkte. Anleitungen, wie ihr Waschmittel aus Kastanien, Deo aus Kokosöl und vieles Weitere herstellen könnt, findet ihr in Foren und auf verschiedenen Websites zum Thema Nachhaltigkeit. Je nach Platz könnt ihr auch Gemüse und Gewürze selbst zu Hause anbauen. Das verschönert nicht nur den Raum, sondern ist nützlich zugleich. Außerdem ist es ein wahres Erfolgserlebnis, nach ein paar Wochen die erste eigene Ernte zu verspeisen.

9. Werdet nicht krank

Leichter gesagt als getan! Aber mal ehrlich: Krank sein kann ziemlich viel Geld kosten. An so etwas Banales denken die Wenigsten bei uns, wenn es ums Sparen geht. Doch nicht nur, dass krank sein super nervig ist und eigentlich niemand gerne krank ist, Arzneimittel und Co. kosten den Deutschen (mit Unterstützung der Krankenkassen) im Jahr durchschnittlich 650 Euro pro Kopf. Das ist viel Geld, das man anderweitig besser einsetzen könnte. Also, achtet gut darauf, euch gesund zu ernähren, Sport zu machen und euch zu Grippezeiten regelmäßig die Hände zu waschen.

10. Bastelt Geschenke selbst

Schon wieder ein Geburtstag? Schon wieder Weihnachten?! Kein Grund zur Verzweiflung: Es gibt auch Wege, anderen eine Freude zu bereiten, ohne dafür sein Sparschwein opfern zu müssen. Bei der Familie kommt Selbstgemachtes besonders gut an und Freunde freuen sich sehr über gemeinsam verbrachte Zeit und spaßige Aktivitäten. Wieso also nicht mit dem besten Freund ein gemütliches Geburtstags-Picknick im Park verbringen oder zu Weihnachten für alle Omis und Tanten eine hübsche Backmischung im Glas vorbereiten? Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Ein Gedicht, ein selbstgemaltes Bild oder eine Kurzgeschichte ehren nicht nur den Beschenkten, sondern sorgen auch für viele Lacher und gute Stimmung auf der Party. Tolle Inspirationen zu selbstgemachten Geschenken findet ihr auch auf Pinterest.

11. Werdet Vegetarier

Essen ist teuer. Und wir essen sogar mehrmals täglich. Naheliegend also, dass man bedingt durch seine Essgewohnheiten auch viel Geld ausgeben oder eben sparen kann. Dass das Essengehen in ein Restaurant teuer ist und ihr das so gut es geht vermeiden solltet, muss ich euch wohl nicht erzählen. Doch auch an eurer Ernährungsweise könnt ihr einiges verändern, um billig(er) davon zu kommen. Werdet beispielsweise Vegetarier oder gar Veganer und streicht tierische Produkte von eurem Speiseplan. Denn Fleisch ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln sehr kostspielig. Milchprodukte ebenfalls. Greift lieber zu reichlich Gemüse, denn das ist weitaus kostengünstiger und nach einiger Zeit wird euch das saftige Steak nicht einmal mehr abgehen. Außerdem – wenn man dann am Wochenende den Eltern einen Besuch abstattet, gibt es sowieso meistens reichlich Braten, Kotelett und Schnitzel.

12. Wartet mit dem Kaufen

Und damit meine ich nicht, dass ihr nie wieder neue Klamotten kaufen sollt. Ich rede davon, seinen Konsum einfach mal kritisch zu hinterfragen und genau wie schon beim Punkt über das Selbst-Belohnen erwähnt, nicht in Werbefallen zu tappen. Es gibt mittlerweile viele Bücher und Blogartikel zum Thema Minimalismus und wie sich dadurch nicht nur die Zahlen auf eurem Konto, sondern auch euer Wohlbefinden nachhaltig verbessert. „Aber das brauche ich doch unbedingt!“ – Falls ihr auch dazu tendiert, euren eigenen Bedarf zu überschätzen, gibt es da eine ganz gute Methode, um euren Konsum einzuschränken und trotzdem auf nichts verzichten zu müssen: Wartet. Viele unserer Käufe sind Impulskäufe und das meiste, das wir kaufen, brauchen wir auf lange Sicht gesehen wirklich nicht. Um dem entgegen zu steuern, gibt es die sogenannte 30-Tage-Regel, bei der ihr vor jeder größeren Anschaffung (und ja, neue Sneakers gelten in diesem Fall als größere Anschaffung) 30 Tage wartet. Solltet ihr nach dieser Zeit das Gut des Begehrens noch immer unbedingt wollen, kauft es euch. Und auch, wenn es dann die neuen Sneakers werden, werdet ihr mit dieser Methode trotzdem langfristig sparen können und eine bewusstere Einstellung zu eurem Konsumverhalten bekommen.

13. Geht zu Fuß

10.000 Schritte am Tag. Was eigentlich als japanische Marketingkampagne in den 60er Jahren begann, wird heute von vielen Gesundheitsbehörden als Richtwert empfohlen. Sogar die meisten Smartphones haben mittlerweile einen Schrittzähler eingebaut, um eure täglichen Schritte zu tracken. Aber Gehen ist nicht nur einfach und gesund, wenn ihr langfristig viel geht, spart ihr auch beträchtliche Kosten für öffentliche Verkehrsmittel oder ein Auto. Außerdem sind 10.000 Schritte am Tag erwiesenermaßen gut für eure Gesundheit und ihr werdet nicht so oft krank, was wiederum Kosten für Arzneimittel spart 😉

14. Kauft nur vergünstigt ein

Okay, bleiben wir realistisch. Niemand wird von heute auf morgen zum vegetarischen Minimalisten, der alle seine Haushaltsprodukte selbst herstellt, nur weil man damit Geld sparen kann. Wo ihr jedoch wirklich viel Geld rausholen könnt, ist das Einkaufen mit Gutscheinen. Vergünstigungen für Artikel in Supermärkten, Sales-Angebote in Online-Shops und vieles mehr kennen wohl alle von euch. Wenn ihr die richtigen Newsletter abonniert, Rabattmarken sammelt, auf (saisonale) Sales achtet und somit nur noch vergünstigte Artikel einkauft, kommt da schon eine ordentliche Summe zusammen. Zusätzlich gibt es tolle Gutschein-Seiten wie zum Beispiel Savoo [Anm. d. Red.: Dieser Beitrag ist zuerst bei Savoo erschienen, Kooperationslink!]. Dort findet ihr oft besonders lukrative Angebote für die besten deutschen Online-Shops und es gibt eine eigene Studenten-Kategorie.

15. Macht einen Wettbewerb daraus

Sparen ist langweilig. Nur knausrige alte Menschen drehen jeden Cent zwei Mal um. Sparen heißt Verzicht. Kommen euch diese Aussagen bekannt vor? Doch das muss nicht sein! Ändert eure persönliche Einstellung und Sparen wird von einem notwendigen Übel zu einer herausfordernden Challenge. Fordert einen Mitstudenten heraus oder verbündet euch zu konkurrierenden Teams und findet heraus, wer innerhalb eines Monats am meisten sparen kann. Ihr werdet überrascht sein, worauf man für einen Monat alles verzichten kann ;). Plus: Natürlich gibt es für den Gewinner des Wettbewerbs auch einen Preis. So könnt ihr euch zusätzlich zum ersparten Geld auch etwas einfordern, das ihr schon immer von eurem Freund haben wolltet.

Hier auf dem Blog gibt’s weitere tolle Beiträge zum Thema Sparen, zum Beispiel:

Shoppen im eigenen Kleiderschrank

Hast du auch ein paar coole Tipps zum Sparen?

Ich freue mich auf deine Ideen in den Kommentaren 🙂

 

Quellen: Nach Angaben der Autorin Nina Steinberger, jeweils unter dem Bild angegeben.

Titelbild Sparschwein

5 Kommentare

  1. Danke für die tollen Tipps. Werde ich sicherlich den ein oder anderen davon beherzigen, auch wenn ich mich als Studentin einer Fernuni doch ein wenig von Präsenzstudenten unterscheide. Wohnung sind trotz Bafög nicht zu bekommen bzw. nicht zu bezahlen

    • Marie-Christin

      Hallo Sandra,

      die Spartipps kannst du ja auch als Fernstudentin super beherzigen 🙂

      LG

      Marie

  2. Das sind doch mal Tipps nach meinem Geschmack – im wahrsten Sinne des Wortes: 12 Kg Chili con Carne und die Haare seltener waschen. Das bekomme ich hin. X-D Jetzt im Ernst: da sind ein paar sehr sinnvolle Tipps dabei. Danke dafür.

    • Marie-Christin

      Hallo Dominik,
      ich schätze, die Tipps der Gastautorin sind mit einem Augenzwinkern zu lesen 😉
      In den Prüfungs-Hochzeiten ist dieses Bild jedoch durchaus realistisch: Ich, vor dem Laptop, mit zerzausten Haaren und hoffentlich 12 Kilo Chili con Carne im Kühlschrank, weil keine Zeit zum Kochen mehr bleibt :-))

      Liebe Grüße

      Marie

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